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Whistleblower – Guter oder böser Denunziant? Nestbeschmutzer oder Held?

Juni 30th, 2011 · Keine Kommentare

Egal ob in der Verwaltung oder in Unternehmen, Kriminalität und Korruption sind immer wieder allgegenwärtig.

Dabei gibt es viele Beispiele gerade im Arbeitsrecht, in denen Arbeitnehmer in schwerwiegende Konfliktsituationen kommen können. Und das sowohl moralisch, als auch rechtlich.

Hier einige Beispiele:

  • Ein Küchenmitarbeiter sieht hygienisch haltlose Zustände, die eine Gesundheitsgefahr für die Gäste darstellen
  • Ein Einkaufsmitarbeiter erkennt, daß der Leiter des Einkaufs sich bei der Auftragsvergabe private Extravergütung von den Lieferanten zahlen läßt
  • Ein Mitarbeiter eines Entsorgungsbetriebes sieht, daß in großen Mengen illegal Sondermüll mit dem Hausmüll entsorgt wird und dies zu erheblichen Umweltschäden führt
  • Ein Buchhalter erkennt massive Steuerhinterziehung durch die Geschäftsführung

Diese Liste ließe sich beliebig fortsetzen und zeigt, daß die Probleme alle Teile der Gesellschaft und Wirtschaft betreffen können.

Im Endeffekt kann der Arbeitnehmer oder die Arbeitnehmerin in solchen Situationen nur verlieren. Wer solche Fälle öffentlich macht, gilt fast immer als Nestbeschmutzer.

Wer enttarnt wird, ist im Prinzip seinen Job los.

Denn egal, wie er sich verhält, er handelt immer rechtlich und/oder moralisch zumindest problematisch. Und er riskiert in jedem Fall ein Ende mit sehr viel Schrecken. Fristlose Kündigung, Sperrzeit beim Arbeitslosengeld, Zeugnisstreitigkeiten und andere Unannehmlichkeiten sind an sich immer das Ergebnis.

Nur vereinzelt entstehen die ersten von den Unternehmen selbst ins Leben gerufenen Hotlines für Whistleblower. Diese stehen auch erst am Anfang und es gibt wenig Erfahrungswerte über die Effektivität.

Vor diesem Hintergrund kann man nur den dringenden Rat geben, vor irgendwelchen Taten, die Beratung des Betriebsrats zu suchen. Sollte hier nicht genügend vertrauen vorhanden sein, bleibt nur der Weg zum Arbeitsrechtler, der die Sache dann prüfen und einen Rat geben kann.

Geschrieben von
Axel Pöppel, Fachanwalt für Arbeitsrecht in Hamburg Barmbek

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