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Kündigung wegen Facebook – “Ab zum Arzt und dann Koffer packen” – wie ein Facebook-Eintrag zur Kündigung führen kann

August 30th, 2011 · Keine Kommentare

Mario Barth würde zu recht sein T-Shirt mit der Aufschrift “Einfach mal die Klappe halten” hochhalten und hätte damit im übertragenen Sinne recht.

Eine Auszubildende im Friseurhandwerk verabschiedete sich von ihren Facebook-”Freunden” mit den Worten:

“Ab zum Arzt und dann Koffer packen”

Der Ausbilder bekam davon Kenntnis, schäumte vor Wut und kündigte fristlos.

Der Fall landete vor dem Arbeitsgericht Düsseldorf (Az. 7 Ca 2591/11) und die zuständige Kammer legte den Parteien im Gütetermin einen Vergleich dringend nahe. Dieser Vergleich sollte sich im Wesentlichen wie folgt gestalten:

  1. Umwandlung der fristlosen in eine fristgerechte Kündigung
  2. Zahlung von 150 Euro brutto

Das wars. Und das ist nicht viel.

Wenn man dabei zu Grunde legt, daß Azubis nach Ablauf der Probezeit nur aus wichtigem Grund gekündigungt werden können, es also ohnehin nur die Fristlose Kündigung gibt, waren die Karten der Auszubildenden in diesem Verfahren denkbar schlecht.

Üblicherweise gibt es bei der Kündigung eines Azubis keine Reichtümer zu ergattern, aber ein bis zwei Monatsgehälter gibt es sehr häufig auch bei Fällen mit schlechteren Erfolgsaussichten.

Daß sich die Auszubildende auf eine angebliche Empfehlung ihres Arztes berief, hat ihr augenscheinlich nicht geholfen.

Es ist also wirklich Vorsicht geboten, wenn man pikante Info´s bei Facebook oder in anderen Netzwerken postet.

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:

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Axel Pöppel
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Arbeitsrecht

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