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Hamburg-Mannheimer – Orgie in Budapest – Fristlose Kündigung ? Schadenersatz ? Strafverfahren ? – Was “meint” das Deutsche Recht dazu ? – Teil I

Mai 26th, 2011 · 2 Kommentare

Wer dieser Tage die verschiedensten Presseveröffentlichungen liest, findet allüberall das Thema der Sexparty für die 100 “Besten” der Hamburg Mannheimer. Beispielhaft sei der erste Artikel zu dem Thema aus Spiegel-Online genannt.

Wenn man dann liest, die Party habe 83.000 Euro gekostet, so muß man das schlicht als schlechten Scherz oder bewußte Untertreibung abtun. Allein die Flugtickets für die 100 Supermänner werden teurer gewesen sein. Oder will der Ergo-Konzern uns glauben machen, daß die Jungs da zu Fuß, mit der Bahn 2. Klasse  oder Economy-Class zu diesem “Event” gereist sind? Und auch in der Jugendherberge wird keiner von denen übernachtet haben. Also wird man diesen Betrag getrost mit drei oder vier multiplizieren können, was sich beim Thema Strafrecht (Teil III) bemerkbar machen wird.

Sicherlich sind die entstandenen Kosten nur ein Faktor. Weitere sind moralische und echte rechtliche Aspekte.

Bedenklich wird es allerdings, wenn der jetzige Chef des Ergo-Konzerns, in dem die Hamburg-Mannheimer aufgegangen ist, die Sache als peinlich betrachtet. Igittigit aber mehr nicht.

Und wenn man den Grande Silvio fragen würde, wäre seine Antwort vielleicht … “Warum haben die Schweine misch nischt eingeladen ? Isch hätte Ruby und nen paar andere Mädels auch noch mitgebracht und dann wäre es richtig Bunga Bunga gewesen.”

Und Strauss-Kahn hätte vielleicht gesagt, daß er lieber ne als Zimmermädchen verkleidete Schönheit gehabt hätte.

Schluß mit sarkastisch ….

Aber auch die (arbeits-) rechtliche Betrachtung hat es durchaus richtig in sich.

Denn allein schon die Teilnahme an einer solchen Veranstaltung, die ersichtlich keinen dienstlichen Bezug hatte, dürfte einen Grund für eine fristlose Kündigung sowohl der Angestellten, als auch etwaiger Vorstände darstellen.

Für die Vorgesetzten und  Vorstände dürften sich darüber hinaus auch Fragen der persönlichen Haftung und Strafbarkeit stellen. Denn nach der neueren Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs rechtfertigen 100.000 Euro hinterzogene Steuern ohne Weiteres eine Gefängnisstrafe auch ohne Bewährung.

Mehr im Teil II und Teil III dieser unkorrekten Trilogie.

Anmerkung:

Diese Veröffentlichung spiegelt meine persönliche Meinung und Rechtsansicht wieder.

Axel Pöppel

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Axel Pöppel
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