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Fristlose Kündigung: „Jawohl, mein Führer“ zum Chef reicht nicht aus. Unerwartete Entscheidung des Landesarbeitsgericht Mainz

Juni 23rd, 2011 · Keine Kommentare

Die Vorstellung ist schon komisch … ein Arbeitnehmer sagt zu seinem Chef am Arbeitsplatz in einem Streit mehrfach „Jawohl, mein Führer“. Wohl kein angemessener Ton …. würden die meisten sagen.

Er wird dafür fristlos gekündigt. Das kann man auch nachvollziehen, wenn man sich in den Chef hineinversetzt.

Und das Landesarbeitsgericht Mainz sagt … Nicht so schlimm … da hätte man vorher abmahnen müssen …. Das muß nicht jeder verstehen. Nach Ansicht der Mainzer Richter hätte in dem vorliegenden Falle eine Abmahnung genügt. Das Verhalten rechtfertigt weder eine fristlose, noch eine fristgerechte Kündigung.

Wie gesagt … muß man nicht verstehen … ich würde mich nicht darauf verlassen, daß alle Gerichte so entscheiden.

Vgl. LAG Rheinland-Pfalz – Mainz – Az. 11 Sa 353/10

Geschrieben von
Axel Pöppel, Fachanwalt für Arbeitsrecht in Hamburg Barmbek

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