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Der Arbeitgeber muß nachweisen, daß er ein Zeugnis erteilt hat. Ansonsten drohen Zwangsgeld oder sogar Zwanghaft.

August 18th, 2011 · Keine Kommentare

Immer wieder haben wir Fachanwälte für Arbeitsrecht mit folgendem Fall zu tun:

Der ungeliebte ausgeschiedene Arbeitnehmer bekommt sein Zeugnis einfach nicht. Und am Ende sagt der Arbeitgeber:

“Wieso, hab ich doch lange hingeschickt! Muß auf dem Postweg verloren gegangen sein. Pech.”

Nach einer aktuellen Entscheidung des LAG Rheinland-Pfalz ist es anders. Der Arbeitgeber muß nachweisen, daß der Arbeitnehmer das Zeugnis auch erhalten hat. Zumindest muß er nachweisen, daß es in seinem persönlichen Bereich (z.B. Briefkasten) gelandet ist.

Wenn das Zeugnis “angeblich auf dem Postweg verloren” geht, dann muß der Arbeitgeber notfalls ein neues Zeugnis ausstellen und zur Abholung bereitlegen. Ansonsten drohen dem Arbeitgeber Zwangsgeld oder gar Zwanghaft.

LAG Rheinland-Pfalz – Beschluß vom 15.03.2011, Az. 10 Ta 45/11

Für Rückfragen steht Ihnen zur Verfügung:

Pöppel – Rechtsanwälte
Kanzlei für Arbeitsrecht

Axel Pöppel
Rechtsanwalt 
und Fachanwalt für Arbeitsrecht

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